Eine der häufigsten Fragen, die Pat Eckert bei Tastings und Beratungen gestellt bekommt, lautet: Ist hartes Wasser gesünder als weiches? Die Antwort ist differenziert. Hartes Wasser enthält mehr Kalzium und Magnesium, zwei Mineralstoffe, die der Körper tatsächlich braucht. Kalzium ist essenziell für Knochen und Zähne, Magnesium unterstützt unter anderem die Muskelfunktion und das Nervensystem. Wer täglich mehrere Gläser hartes Mineralwasser trinkt, nimmt über das Wasser tatsächlich eine messbare Menge dieser Mineralstoffe auf.
Das bedeutet aber nicht, dass weiches Wasser ungesund ist. Es enthält schlicht weniger dieser Mineralien, was durch eine ausgewogene Ernährung problemlos ausgeglichen werden kann. Was die Forschung zeigt, ist eher ein statistischer Zusammenhang: In Regionen mit sehr weichem Trinkwasser gibt es teils höhere Raten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als in Regionen mit mittelhartem bis hartem Wasser. Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich diskutiert, aber nicht abschließend geklärt. Was klar ist: Sehr weiches, fast mineralfreies Wasser kann bei dauerhaft sehr hohem Konsum dazu führen, dass der Körper Mineralien aus dem Gewebe verliert. Das ist ein Extremfall, aber ein realer.
Für die meisten Menschen in Deutschland, die normales Leitungswasser oder handelsübliches Mineralwasser trinken, ist die Wasserhärte kein Gesundheitsrisiko in die eine oder andere Richtung. Sie ist aber ein relevanter Parameter, wenn man bewusst hydratisieren möchte und versteht, was das Wasser, das man täglich zu sich nimmt, wirklich enthält.